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:: Hof-Photograph Otto Renard Moskau ::

Otto Renard Gregor Renards Sohn Traugott Otto Maximilian Renard geboren am 03.11.1855 in Kiel, brachte es nach einer Lehre bei seinem Vater und vorübergehender auswärtiger Tätigkeit zum Hoffotografen. Er betrieb über fast 2 Jahrzehnte ein Atelier in der Hauptgeschäftsstrasse Moskaus und konnte sich neben vielen anderen Medaillen und Diplomen als Inhaber einer goldenen Medaille für Fleiß und künstlerische Gestaltung, erhalten von Zar Nicolai II von Russland zieren. Eine Filiale befand sich auf der Krim im Schwarzen Meer.

Später kehrte Otto Renard nach Deutschland zurück, gründete im Zentrum Düsseldorfs ein Atelier, übernahm ein Atelier in Aachen, und wurde - als von den Fachkollegen anerkannter Meister der Gruppe - auch und besonders durch eigene Erfindungen auf seinem Fachgebiet ein reicher Mann. Stets ruhelos verlegte er seinen Wohnsitz mir seiner Frau nach Berlin, dann nach Darmstadt, immer mit eigenem Atelier. Otto folgte im Alter von 70 Jahren seinen Söhnen für längere Zeit nach Südamerika, betrieb ein Atelier in Meran, bis er dann nach Bremerhaven zurückkehrte, wo er bis zu seinem Tod am 27.06.1943 tätig war.

Otto Renard erfand die Herstellung eines Photopapiers von außergewöhnlicher Qualität. Die amerikanische KODAK soll ihm viele tausend Goldmark dafür geboten haben. Leider hatte er die Formel nicht notiert. Nach wochenlangem probieren in seinem Labor, wobei seine Frau Elsa nun alles aufschrieb, fanden sie die Formel, die aber nicht annähernd so gut war wie die erste. KODAK kaufte sie trotzdem auf. Otto Renard soll dadurch ein reicher Mann geworden sein, so dass er sich in Berlin (oder Darmstadt) habe eine Villa kaufen können. Eine Nachprüfung dieses Berichtes war nicht möglich, da sämtliche Akten der Firma Kodak über den Erwerb von Schutzrechten und Erfindungen während des letzten Krieges in Berlin vernichtet wurden. Else Renard sprach stets davon.
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Ihm wird die Erfindung eines Auskopierpapiers zugeschrieben. Das ist ein lichtempfindliches Fotopapier, das unter einem Negativ im Kontaktverfahren in einem Kopierrahmen belichtet wird und sich durch die Lichteinflüsse selber schwärzt. Eine nasse Entwicklung findet nicht mehr statt, nur ein anschließendes Fixierbad. Es hat eine hohe Qualität und einen eigenen Bildton.

Otto Renard
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Otto Renard

Otto Renard und Ehefrau
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Otto Renard mit seiner 2. Ehefrau Elisabeth Thoma, die Cousine des Schriftstelles Ludwig Thoma.

Otto Renard Haus in Berlin
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Otto Renards Haus in Berlin (Steglitz/Lankwitz)

CdV-Rückseite
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Rückseite einer CdV.

Cdv aus Moskau
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CdV aus Moskau

Rückseite Cdv aus Moskau
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CdV aus Moskau
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Quelle: Mit freundlicher Genehmigung Archiv Bernd Renard.

Die Photographenfamilie Renard
Auszeichnungen und Medaillen von Otto Renard.
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::: Diese Datei wurde am 14.09.2014 erstellt und am 14.09.2014 zum letzten Mal aktualisiert :::