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:: Photograph: Emilie Vogelsang Berlin Leipziger-Straße 114, Heringsdorf Kirchsteig 2 ::

Emilie Vogelsang

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Frau Emilie Vogelsang

In der " Chronik von Heringsdorf " aus dem Jahre 1932 schreibt Pastor Dr. Hartwig:
Vor mehr als 50 Jahren, als Heringsdorf noch einen bescheidenen, ja primitiven Eindruck machte, richtete hier während der Sommermonate Frau Emilie Vogelsang aus Stettin das erste photographische Atelier ein, das dann später für die übrige Zeit des Jahres nach Berlin übersiedelte. In dem Geschäft waren noch ihre drei kunstbegabten Töchter tätig.

In dem dann immer größer und besuchter gewordenen Heringsdorf behauptete diese Photographenfamilie trotz der immer stärker werdenden Konkurrenz ihren ersten Platz. Inzwischen ist Heringsdorf von sesshaften und auswärtigen Lichtbildnern so überschwemmt worden, daß die Familie Vogelsang hier ihre Portraitier- und Kunsttätigkeit aufgab. Fräulein Hedwig Vogelsang fuhrt nun, nachdem Mutter und Geschwister längst heimgegangen, eine anerkannt gute Pension. Das wohlbekannte, hübsche, trauliche Holzhaus hat inzwischen einen Erweiterungsbau erhalten.

Die Villa Vogelsang wurde von der Wolgaster Actien - Gesellschaft für Holzbearbeitung von Hermann Rückwardt gebaut. Der Architekt war Johannes Lange. Die Kosten für die Villa betrugen (1886) 13 000 Mark. Die Maurerarbeiten betrugen 1 200 Mark und die Aufstellungskosten 1100 Mark. Das Gewicht der Villa betrug 2,6 t.
Die Kosten für das Photographische Atelier, bestehend aus dem großen aufwendig gestalteten Turm und zwei Räumen als Atelier für die gehobene Kundschaft wurden getrennt angegeben:
Es kostete 8 200 Mark, die Maurerarbeiten betrugen 600 Mark und die Aufstellungskosten betrugen 750 Mark. Das Gewicht des Atelierbausatzes betrug 4,5 t.

Villa Vogelsang Heringsdorf
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Villa Vogelsang Heringsdorf


Villa Vogelsang Bauzeichnung
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Villa Vogelsang Bauzeichnung

Im Führer von Seebad Heringsdorf aus dem Jahre 1905 vermietete Frau Vogelsang zwei Wohnungen mit je drei Zimmern. Im Jahre 1938 gehörte die am Eichenweg 5 gelegene Pension Vogelsang Fr. M. Rehl-Drews. Ein Jahr später ist im offiziellen Einwohnerverzeichnis von Heringsdorf als Marga Rehl angegeben. Etwa zur gleichen Zeit ist aber auch H. Kruse als Besitzer der Villa genannt. Das Gebäude überdauerte mit großen Veränderungen die DDR-Zeit, als „Haus Frieden“, musste aber danach dem Neubau des Upstalsboom-Hotels Ostseestrand weichen.


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Quelle: Archiv Fritz Spalink


Herkunft der Fotografie: Sammlung Oberländer

.: Recto :.

Präsentation: Kabinettfoto (CAB) Konfektionierung auf beigen Karton montiert
Gestaltung: Runde Ecken, dunkler Rahmen
Beschriftung gedruckt: Links senkrecht Heringsdorf
Rechts senkrecht Photographie u. Verlag von Frau E. Vogelsang Berlin Leipziger-Straße 114. Heringsdorf Kirchsteig 2. 1882
Format: 106 mm x 163 mm

Heringsdorf

Bildbeschreibung:
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Schubert´s Restaurant und Konditorei in Heringsdorf.

.: Verso :.

Unbedruckt:
Zustand: gut


.: Recto :.

Präsentation: Carte de visite (CDV) Konfektionierung auf beigen Karton montiert
Gestaltung: Goldene Kanten
Beschriftung gedruckt: Frau E. Vogelsang Firma (Geschw. Pauly) Berlin.
Format: Bild: 92 x 54 mm; Karte: 105 x 65 mm
Datierung: 1892
Person: --

unbekannte Person

Bildbeschreibung:
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Kniestück: Ein Mann mit Brille und Vollbart sitzt auf einem Stuhl.

.: Verso :.

Hochformat Beschriftung bedruckt:
Prämiirt Berlin 1865 Wien 1875.
Frau E. Vogelsang Berlin Firma (Geschw. Pauly) Leipzigerstr. 114, vis-á-vis der Reichspost. Bad Heringsdorf. 1882.
Lithograph: Rich. Wittmann, Dresden.
Zustand: Gut, Kanten leicht bestoßen, leicht berieben, fleckig.

Rückseite


Photographenliste

Frau E. Vogelsang Berlin Leipziger-Straße 106
Vogelsang Berlin Lützowstraße 77
Vogelsang, Emilie Berlin Unter den Linden 54/55

Leipziger-Straße

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::: Diese Datei wurde am 05.12.2014 erstellt und am 18.04.2016 zum letzten Mal aktualisiert :::